Pflanzenstärkung im Ackerbau

Für die Pflanzenstärkung im Ackerbau bildet das Pflanzenhilfsmittel „KE-plant“ die Grundlage für die Gesunderhaltung und Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten.

 

„KE-plant“ enthält Botenstoffe, die als Elicitoren bezeichnet werden. Diese Elicitoren wirken wie Schlüssel, die gezielt in die Rezeptoren der Pflanze passen. Dadurch erkennt die Pflanze einen Angriff und aktiviert ihre Abwehrmechanismen, was ihr ermöglicht, schnell pilzhemmende Stoffe wie phenolische Substanzen zu produzieren. Zudem nutzt „KE-plant“ das Pflanzenmikrobiom der 50 Kräuter, aus denen es hergestellt wird, um das Pflanzenwachstum zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.

 

Der Erfolg bei der Abwehr von Pflanzenkrankheiten hängt oft davon ab, wie schnell die Pflanze ihre Abwehrmechanismen aktivieren kann. Unter ungünstigen Bedingungen können diese natürlichen Prozesse jedoch gehemmt sein, sodass die Aktivierung einzelner Wirkmechanismen nicht ausreicht, um eine ausreichende Abwehr zu gewährleisten.

 

Daher setzt man auf verschiedene Ansätze, um das pflanzeneigene Immunsystem zu stärken. Es wird empfohlen, das Pflanzenhilfsmittel „KE-plant“ immer in Kombination mit einer mineralischen Komponente (Gesteinsmehl) und einer Huminsäure anzuwenden. Diese drei Komponenten des Konzepts zur Pflanzenstärkung ermöglichen eine ungewöhnlich niedrige Dosierung und ergänzen sich gegenseitig. Ihr breit angelegter Ansatz in der Pflanzenstärkung zielt auf unterschiedliche natürliche Abwehrmechanismen der Pflanze ab.



Dosierung:

2 Liter KE-plant + 1 kg KE-mineral + 200 ml KE-humin pro Hektar und Behandlung.

 

Die Anwendungshäufigkeit ist an die örtlichen Gegebenheiten und die Kulturpflanze anzupassen. Eine genaue Aufstellung der Dosierung finden Sie im nebenstehenden Anwenderblatt für den Ackerbau.

Alle deri Produkte, KE-plant, KE-mineral und KE-humin können gleichzeitig, und auch in Kombination mit anderen Produkten, wie chemische Fungizide/Herbizide/Insektizide, Blattdünger, Kupfer, Schwefel, Backpulver, Komposttee, Pflanzenauszügen u. v. m. ausgebracht werden.

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Anwenderblatt für den Ackerbau
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Die Wirkungen der einzelnen Produkte im Überblick

KE-plant: ein Pflanzenhilfsmittel auf der Basis von Kräutern.

  • Es enthält natürliche Botenstoffe (Elicitoren), welche die Abwehr-kräfte der Pflanze aktivieren.
  • Es unterstützt die Regelmechanismen und Wechselwirkungen zwischen den Mikroben und der Pflanze bis in die Feinwurzeln.

 

Wirkprinzip der Botenstoffe von KE-plant:

Balttzellen erkennen die in KE-plant enthaltenen Botenstoffe (1). Diese Botenstoffe werden von den Rezeptoren (2) erkannt und lösen eine Signalkaskade (3) im Zellinneren aus. Als Reaktion auf die vermeintliche Bedrohung produziert die Zelle Proteine (4), um die Nachbarzellen zu alarmieren und gleichzeitig den Erreger anzugreifen. Zusätzlich verstärkt die Pflanze ihre Zellwände mit Polysacchariden (5) und setzt Phytoalexine (6) frei, die den Erreger ebenfalls angreifen.



KE-mineral: ein hochfein vermahlenes Zeolith-Gesteinsmehl.

  • Es verursacht sogenannte „Mikroverletzungen“ an der Blattzelle, welche die Pflanze zur Bildung pilzhemmender Substanzen anregt.
  • Es fungiert als Haftmittel für die anderen Produkte.

 

Durch die Behandlung eines Blattes mit KE-mineral können Mikroverletzungen auftreten, in deren Folge Zellwandbruchstücke gebildet werden, die als Elicitoren wirken. Dies kann es zur Induktion von Biosynthesewegen wie jenen der phenolischen Verbindungen führen.

Abbildung: Gehalt zwei phenolischer Substanzen in Abhängigkeit der Behandlungsvariante und des Behandlungstermins.

K: Kontrolle, KE-p: KE-plant, KE-m: KE-mineral



KE-humin: eine flüssige Huminsäure.

  • Sie fördert die Stoffwechselprozesse bis in die Feinwurzeln.
  • Sie stärkt Pflanzen in stressigen Situationen wie Trockenheit und Hitze

KE-humin ist speziell für die Anwendung mit Sprühgeräten entwickelt. Dank eines effizienten Haftmechanismus bleibt KE-humin länger auf den Blättern haften und entfaltet seine Wirkung optimal. Dieses Produkt unterstützt Pflanzen in stressigen Situationen wie Trockenheit und Hitze, fördert physiologische Prozesse und trägt zur Entwicklung von Wurzeln bei, die entscheidend für die Nährstoffaufnahme sind. Als positiver Nebeneffekt wird mehr organische Masse im Boden erhalten, was langfristig zur Humusbildung beiträgt

 



Dosierung mit Bewässerungssystemen:

2 Liter KE-plant pro Hektar und Bewässerungsvorgang

 

Hier gibt es 2 Möglichkeiten der Dosierung.

 

1. Möglichkeit: mittels einer Dosierpumpe, wie diese auch zum Dosieren von Nähstoffkonzentraten verwendet wird. Die Dosierpumpe ist so einzustellen, dass je Bewässerungsvorgang 2 Liter KE-plant am Hektar dosiert werden.

 

Ist eine kontinuierliche Bewässerung über mehrere Wochen vorhanden, sollte die Dosierung so eingestellt werden, dass alle 2 Wochen je 2 Liter KE-plant am Hektar dosiert werden.

Es ist nicht erforderlich vom ersten bis zum letzten Liter der Bewässerung KE-plant beizumengen. Ziel sollte es sein, KE-plant in periodischen Abständen homogen auf die Bewässerungsfläche zu verteilen.

 

2. Möglichkeit: man verteilt KE-plant in jenes Becken, aus dem die Bewässerung gespeist wird. In diesem Fall ist keine Dosierpumpe erforderlich. 

 



Bodenbehandlung: Einmalig 5 Liter KE-plant je Behandlung pro Hektar

 

Eine Bodenbehandlung wird empfohlen, wenn KE-plant zum ersten Mal am Feld oder Acker angewendet wird, oder keine sonstige Behandlung (z.B. der Feldfrüchte auf der Fläche) mit KE-plant erfolgt.

Man kann dazu KE-plant im Zuge einer Bodenbearbeitung (Tiefenlockerung, Flächenrotte usw.) aber auch gemeinsam mit Dünger oder Komposttee ausbringen.

 

Bei regelmäßiger Anwendung von KE-plant im Zuge einer Pflanzenschutzbehandlung ist keine zusätzliche Bodenbehandlung mit KE-plant erforderlich.

 

Für den Bodenaufbau sollte KE-plant nicht direkt auf den nackten Boden aufgebracht werden. KE-plant ist hervorragend dazu geignet, den Rotteprozess am Feld oder Acker zu beschleunigen bzw. zu unterstützen. Dabei sollte versucht werden, das Stoh oder das Grünmaterial so flach wie möglich, und so tief wie nötig mit Erdmaterial zu vermischen.


Behandlung von Ernterückständen:

 

5 Liter KE-plant je Hektar

 

Das gehäckselte Stroh bzw. die Strohstoppeln werden mit einem Gemisch aus KE-plant und Wasser besprüht.

Je Hektar sollten 5 Liter KE-plant mit 300 bis 500 Liter Wasser gemischt werden (zur Vergleichmäßigung bei der Ausbringung).

 

Stroh sollte vom Mähdrescher gut aufgefasert sein, damit die Halmoberfläche den Bodenorganismen eine bessere Angriffsfläche bietet (Vergrößerung der Oberfläche), und schneller verrotten kann. Auch die schnelle Einarbeitung ist wichtig, damit der Abbauprozess rasch in Gang kommen kann. Bei richtiger Behandlung bietet Stroh große Vorteile, da es die Struktur und die Porösität des Bodens verbessert.