Die menschliche Verdauung

Der Magen-Darm-Trakt - das Verdauungssystem - bildet einen großen Lebensraum für Bakterien und andere Mikroorganismen. Sie bilden Ökosysteme, die in einem komplizierten Wechselverhältnis zueinander stehen. Dabei gibt es zwei große Gruppen von Bakterien, die für das Gleichgewicht im Darm sorgen: einmal die der aeroben Bakterien, die auf Luftsauerstoff angewiesen sind und zum anderen die Gruppe der anaeroben Keime, für die der Sauerstoff schädlich ist.

 

 

 

Diese Bakteriengemeinschaften sind lebendig tätig, ständig werden Substanzen verbraucht und neue aufgebaut. Ihre Aufgaben bestehen darin, unsere Nahrung aufzuschließen und zu assimilieren. Außerdem gewährleisten sie die Nährstoffversorgung der Darmschleimhaut und haben lebenswichtige Aufgaben innerhalb der Immunabwehr.

 

 

 

Es gibt viele Gründe, die zu einer Störung dieses Gleichgewichtes der Darmflora (Verdauungsstörung) führen können, wie unausgewogene Ernährung, durch chemische Düngung belastete Lebensmittel und verunreinigtes Wasser, aber auch Faktoren wie Stress und mangelnde Bewegung spielen eine Rolle. Die Folge sind Stoffwechselschwächen, die zu einem Ungleichgewicht der Verdauungssäfte führen können, was wiederum weitere Unregelmäßigkeiten in den Essgewohnheiten nach sich zieht. All dies vermindert die Funktionsfähigkeit des Darmes, was zu schlechter Verdauung bzw. Verdauungsproblemen führt.

 

 

 

Im menschlichen Darm wird die Nahrung aufgespalten, durch die Darmwand ins Blut und in die Lymphbahnen aufgenommen und zu den verschiedenen Zellen transportiert. Häufen sich Giftstoffe im Darm an, werden sie in den Kreislauf resorbiert. Durch die aktive Arbeit der Mikroorganismen befreit sich der Körper wieder von diesen unerwünschten Stoffen. Dabei bilden sie eine Schicht auf der Darmschleimhaut, die wie ein Schutzschild das Eindringen fremder Bakterien in den Organismus verhindert. Auf diese Weise steht die Gesundheit mit der geregelten Funktion des Darms in einem engen Wechselverhältnis.